💡 Das erwartet dich in diesem Artikel:
Ich erzähle dir von einem Szenario, was bei mir früher öfter vorkam: Ich sitze in meiner Küche, gucke gedankenverloren in die Luft und der Löffel kratzte schon wieder auf dem Boden des Nutella-Glases! 🙈
Und erst dann bemerkte ich, dass ich mal wieder fast die Hälfte des Inhaltes weggelöffelt hatte, ohne auch nur einmal richtig hinzuschauen, was ich da eigentlich tat.😮
Wenn dir das auf der einen oder anderen Weise bekannt vorkommt und du gerade innerlich nickst, weil dir das auch schon passiert ist, mit Schokolade, mit Chips oder mit was auch immer, dann wird dich dieser Artikel begeistern!
Denn du erfährst heute:
🍫 warum dein Heißhunger so gut wie nie etwas mit körperlichem Hunger zu tun hat,
🧭 was emotionales Essen eigentlich genau bedeutet,
🎭 welche 5 Gesichter dieses Muster annehmen kann (vielleicht erkennst du dich gleich bei mehreren wieder!),
💪 warum reine Willenskraft dich dabei regelmäßig im Stich lässt,
⚓ und was Planung ganz konkret damit zu tun hat, dass du seltener zum Essen greifst, wenn eigentlich dein Kopf hungrig ist und nicht dein Bauch.
Also schnapp dir dein Käffchen, Wasser oder Tee und lies weiter, wenn du endlich verstehen willst, was wirklich hinter deinem Griff zum Essen steckt! 👇🏼
Hallihallo lieber Kompass-Blog Leser,
schön, dass du (wieder) den Weg zu mir gefunden hast! 👋🏼
Ich erzähle dir heute wieder eine Sache aus meinem Leben, das ich lange nicht mal mir selbst eingestanden habe, da ich es zum einen zu dem Zeitpunkt noch gar nicht wusste und zum anderen es schlichtweg ignoriert hatte!
Als ich noch eine junge Mutter war und mich in meinem Alltag zeitweise komplett überfordert gefühlt habe, weil ich einfach nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht, saß ich eines Abends am Küchentisch.
Vor mir stand ein Glas Nutella (ja, das durfte ich damals noch essen, bevor meine Nussallergie kam!), und ich hatte einen Esslöffel in der Hand.
Nein…keinen kleinen Teelöffel, einen richtigen Esslöffel!!!
Ich habe gelöffelt und gelöffelt, bis fast ein halbes Glas weg war.
Ähm, das geschah nicht, weil ich Hunger hatte, sondern weil ich in diesem Moment einfach nicht mehr wusste, was ich sonst mit mir und meiner Überforderung anfangen sollte.
Ich starrte einfach so vor mir hin, kurzzeitig mal ohne Aufgaben im Kopf und löffelte so vor mir her..
Doch wie konnte es so weit kommen? War ich alleine damit und wie konnte ich so einen Fressanfall stoppen? (Fressanfall-> So nannte ich es immer.. heute weiß ich: Das war mein ganz persönlicher Heißhunger, ausgelöst durch emotionales Essen!)
Wenn wir alle mal gemeinsam zurückschauen, wird sicherlich allen etwas klar werden. Und vielleicht sah es bei dir sogar so ähnlich aus!
Schon als Kind habe ich gelernt, dass es nach etwas Schlimmem ein Eis oder Schokolade gab, damit es einem wieder besser wird.
Ich bin hingefallen mit den Rollschuhen und hatte ein offenes Knie: “Komm hier, iss das Eis und es tut dann nicht mehr so weh!”
Genau das war im Grunde mein allererster Kontakt mit emotionalem Essen, auch wenn ich den Begriff dafür damals natürlich noch nicht kannte!
Oh, ich könnte noch mehr Beispiele anführen!🤣Belassen wir es bei dem einen.😉
Heute weiß ich, dass es gleich zwei Dinge auf einmal in einem einzigen Löffel oder einem kleinen Stückchen waren: Belohnung und Trost!
Genau diese Kombination habe ich als Erwachsene einfach weitergeführt, nur dass aus dem Eis irgendwann Nutella wurde und aus dem Kind eine erschöpfte junge Mutter, die es nicht besser wusste! Heulen oder essen!
Auch heute noch, in meiner Anfangszeit und Aufbauphase in meinem Online-Business, ist mir das wirklich noch einmal passiert:
Immer wenn mich die Technik mal wieder zur Verzweiflung getrieben hat, bin ich in die Küche gegangen und habe mir Schokolade geholt! Obwohl ich im Grunde einfach nur eine Umarmung gebraucht hätte! 🍫
Diese Verwechslung ist zutiefst menschlich, denn wir wissen meistens gar nicht, warum wir in diversen Situationen zum Essen greifen.
🤯Und dann kann es sogar auch noch unterschiedliche Auslöser haben!
Ich denke, viele von euch werden jetzt nicken und sich hier wiedererkennen, und genau darüber, über Heißhunger und die verschiedenen Formen von emotionalem Essen, möchte ich heute mit euch in diesem Artikel sprechen!
Also… los geht´s…
🧭Inhaltsverzeichnis:
1️⃣ Der Heißhunger 🍫
2️⃣ Was ist emotionales Essen? 🧭
3️⃣ Die 5 Gesichter 🎭
4️⃣ Die Willenskraft-Falle 💪
5️⃣ Planung als Lösungsansatz⚓
6️⃣ Dein erster Schritt 🚀
7️⃣ Fazit ⚓
8️⃣ Häufige Fragen 🎯
1️⃣ Warum kann ich meinen Heißhunger nicht einfach stoppen? 🍫
Das ist ein so einfache Frage, mit vielen verschiedenen Antwortmöglichkeiten..
Denn Heißhunger ist fast nie ein reines Ernährungsproblem, sondern in den meisten Fällen ein deutliches Zeichen von emotionalem Essen, das sich nur eben körperlich zeigt!
Genau deshalb funktionieren die klassischen Tipps wie „iss mehr Eiweiß“ oder „trink ein Glas Wasser“ bei diesem speziellen Heißhunger häufig nur sehr kurz oder gar nicht!
Der Heißhunger unterscheidet sich vom körperlichen Hunger in einigen entscheidenden Punkten:
Er kommt plötzlich und verlangt nach einem ganz bestimmten Lebensmittel, meistens etwas Süßes, Fettiges oder Salziges.
Das fatale daran, er lässt sich nur schwer ignorieren!!
Denn der schreit uns schon sehr kräftig und langanhaltend an..bis wir endlich zugreifen..kurzzeitig zufrieden und abgelenkt sind.. und dann wieder totale Gewissensbisse haben! (Ein Teufelskreis!😈)
Der ganz normale körperliche Hunger dagegen baut sich langsam auf und lässt sich auch mit einem Apfel oder etwas anderem gesunden stillen.
Danach haben wir auch kein schlechtes Gewissen, sondern fühlen uns gut und gesättigt!
Wenn du also abends vor dem Kühlschrank stehst und dich nur eine ganz bestimmte Süßigkeit beruhigen kann, dann sitzt dort meistens keine tatsächliche Essenslücke, sondern ein Gefühl, das gerade nach Aufmerksamkeit verlangt. 😔
Was mich damals am meisten frustriert hat, war der Gedanke: „Ich müsste mich doch nur zusammenreißen können!“
Doch dieser Gedanke ist der erste Trugschluss, dem ich heute ganz klar widersprechen möchte!!
Wenn du aus Heißhunger zu total blöden Lebensmitteln greifst, ist das kein Charakterfehler von dir, sondern meistens ein sehr klares Signal deines Nervensystems, welches einfach mal beachtet werden möchte!
💡 Mein Experten-Tipp für dich:
Frag dich beim nächsten Heißhunger ganz kurz, bevor du zugreifst: „Würde mich jetzt auch ein Apfel oder ein Ei zufriedenstellen?“ Wenn die ehrliche Antwort Nein lautet und es unbedingt genau diese eine Süßigkeit sein muss, dann ist das schon ein starker Hinweis darauf, dass gerade dein Kopf hungrig ist und nicht dein Bauch.
Aber was genau steckt hinter diesem speziellen Muster, das so viele berufstätige Frauen kennen, aber kaum jemand beim Namen nennen kann? Das schauen wir uns jetzt mal im nächsten Abschnitt genauer an. 👇🏼
📌 Kurz zusammengefasst:
Heißhunger kommt plötzlich, verlangt nach einem ganz bestimmten Lebensmittel und lässt sich kaum ignorieren.
Körperlicher Hunger baut sich langsam auf und lässt sich mit fast allem stillen.
Wenn nur genau eine Süßigkeit hilft, steckt meistens ein Gefühl dahinter, kein Hunger!
Also! Augen auf und genau hingeschaut!
2️⃣ Was ist emotionales Essen eigentlich genau? 🧭
📌 Ganz fachlich ausgedrückt und so erklärt, so wie es sicherlich auch in den Lehrbüchern steht folgt nun:
Emotionales Essen beschreibt das Verhalten, Nahrung zu sich zu nehmen, um mit Gefühlen umzugehen, statt weil ein körperliches Hungergefühl besteht.
Es ist damit eine Form der Selbstberuhigung über den Mund, die kurzfristig hilft, aber die eigentliche Ursache dahinter nie wirklich löst.
Ganz einfach für uns Normalos übersetzt:
Emotionales Essen ist das, wenn du mal wieder zur Schokolade greifst, weil du dich überfordert fühlst, oder weil du dich einfach belohnen möchtest, schließlich hast du dir das jetzt verdient!
Du setzt dich hin, weil du es dir ja erarbeitet hast, genießt jetzt aber nicht dieses eine Stück, sondern stopfst dir dann die ganze Schokolade (die Tüte Chips) viel zu schnell in dich rein.
Danach hast du erstaunlicherweise immer noch genauso viel Hunger wie vorher, nur durchs Kauen hat sich kurz so etwas wie Erleichterung eingestellt, für einen einzigen kurzen Moment.
Gelöst hat sich dein eigentliches Problem dadurch aber nicht…
Du hast nur drei Kilo mehr auf den Hüften und weißt immer noch nicht, warum du überhaupt zu dieser Schokolade gegriffen hast!
😉Dachte, es ist auch mal schön zu hören/lesen, dass es anderen genau wie dir ergeht! Und es gibt tatsächlich Studien darüber!
Eine Untersuchung der Universität Zürich aus dem Jahr 2023 zeigt, dass etwa 35 Prozent der Erwachsenen aus emotionalen Gründen essen, also aus Frust, Stress oder als Belohnung nach einem anstrengenden Tag.
Bei Menschen mit Übergewicht liegt dieser Anteil sogar bei rund 60 Prozent. (Das ist schon krass, oder?)
Was das für dich nun wirklich bedeutet:
Du bist mit deinem Verhalten bei Heißhunger wirklich nicht allein, auch wenn es sich oft wie ein einsames, beschämendes Geheimnis für manche anfühlt.
Wir dürfen darüber sprechen und uns austauschen! 🫂
Wenn du übrigens verstehen möchtest, wie stark auch Stress ganz konkret über Cortisol auf dein Hungergefühl wirkt, dann lies gerne vertiefend meinen Artikel Stress und Essverhalten, dort gehe ich noch genauer auf die körperlichen Abläufe ein.
Jetzt kennst du die Definition, aber wie äußert sich das bei dir persönlich, wenn dein Heißhunger wieder zuschlägt? Emotionales Essen hat nämlich nicht nur ein Gesicht, sondern gleich mehrere. Schauen wir sie uns doch einfach mal gemeinsam an! 👇🏼
Das Tückische am emotionalen Essen ist, dass es sich im ersten Moment wie eine gute Lösung anfühlt.
Der Zucker wirkt, das Gehirn schüttet Dopamin aus und die Anspannung sinkt kurz ab.
(Bis sich das schlechte Gewissen bei uns wieder einsetzt!🙈)
Und auch das eigentliche Gefühl, der Stress, der Frust, die Einsamkeit, bleibt bestehen.
Es wird nur für ein paar Minuten überdeckt!
Und genau darin liegt der Unterschied zum körperlichen Hunger: Der lässt sich stillen!
Doch ein Gefühl lässt sich nicht wegessen, so sehr wir es auch versuchen. 🍫
3️⃣ Stress, Frust, Belohnung, Einsamkeit, Langeweile: Die 5 Gesichter des emotionalen Essens 🎭
Diese 5 Auslöser stecken oft hinter demselben Heißhunger, zeigen sich aber bei jedem unterschiedlich stark, aber die meisten von uns erkennen sich in mindestens zwei oder drei davon wieder.
Schauen wir uns diese mal einzeln etwas genauer an:
1.) 🤯Stressessen:
Dein Kalender ist von morgens bis abends voll mit Terminen und ToDo´s, zwischen zwei Meetings piepen noch 10 WhatsApp´s vom Kind und die eigentliche ToDo-Liste ist noch gar nicht wirklich abgearbeitet.
Alles erscheint gerade einfach zu viel und unser Körper verfällt in den bekannten “Stressmodus”!
Und in genau diesem Moment innerer Anspannung schüttet dein Körper vermehrt Cortisol aus, das Stresshormon, das nachweislich den Heißhunger auf Zucker und Fett steigert.
Manche Frauen essen dann deutlich mehr, andere verlieren in stressigen Phasen komplett den Appetit und vergessen das Essen regelrecht!
Und ob du es glaubst oder nicht, aber beides ist ein erlerntes Stressmuster deines Nervensystems und kein Versagen deinerseits!
Wie genau Cortisol dabei wirkt und was die beiden unterschiedlichen Stresstypen für dich bedeuten, erkläre ich ausführlich in meinem Artikel zur ToDo-Listen-Falle.
👉 Zum Stressessen plane ich außerdem schon einen eigenen, ausführlichen Artikel, den verlinke ich dir hier, sobald er fertig ist!
2.) 😤Frustessen:
Dein Kollege hat sich mal wieder krank gemeldet und du hast dadurch einige Aufgaben mehr oder dein Kind hat trotz dreimaliger Bitte das Zimmer nicht aufgeräumt. Und ach.. Es gibt doch so viele Dinge, worüber wir uns aufregen in unserem Alltag! 😉🤭
Der Ärger sitzt dir im Hals, aber ausgesprochen wird er selten, viele von uns haben schon früh gelernt, „sich zusammenzureißen“ statt Gefühle offen zu zeigen.
Na, wie oft wurde dir schon gesagt: „Zick nicht so rum!“ oder „Hast du wieder deine Tage? Oder warum bist du so?“
Und solche Sätze haben uns gelehrt, dass wir ja die Klappen halten sollen, ja nicht gegen etwas reden sollen oder was auch immer.
Und genau das steckt oft wörtlich hinter dem Frustessen: Wir schlucken den Ärger mit Essen hinunter, weil Kauen und Beißen kurzfristig sogar eine Art Aggressions-Ventil sein können.
Das genau bestätigt sogar die Zahnmedizin: Rund 20 Prozent der Erwachsenen pressen oder knirschen unbewusst mit den Zähnen, gerade dann, wenn sich Ärger oder Anspannung aufstauen, wie eine Kiefer Expertin kürzlich erklärte (Quelle).
Dein Kiefer übernimmt in solchen Momenten sozusagen das, was dein Mund gerade nicht ausspricht. (Das ist schon krass, oder?)
Doch das Gefühl selbst wird dadurch aber nicht verarbeitet, es wartet nur auf die nächste Gelegenheit.
3.) 🎁Belohnungsessen:
Du kommst von der Arbeit, hast noch eingekauft, gekocht, und irgendwann ist auch dein Kind endlich im Bett. Jetzt sitzt du gemütlich vor dem Fernseher, die Serie läuft, und für dich hat der Feierabend jetzt offiziell begonnen.
Wie von selbst landet die Schokolade neben dir auf dem Sofa. Nach so einem Tag hast du dir das doch verdient, oder? 🍫
Und diese uns bekannten Verknüpfungen werden schon in unserer Kindheit gelegt. Eine norwegische Studie zu „Emotional Feeding and Emotional Eating“ zeigt, dass Kinder, deren Eltern Essen als Trost oder Belohnung eingesetzt haben, dieses Muster sehr wahrscheinlich mit ins Erwachsenenalter nehmen (Quelle).
Genau dieses früh gelernte Muster trifft später auf ein Gehirn, das ganz eigene Pläne hat: Forscher des Max-Planck-Instituts konnten nachweisen, dass Dopamin schon ausgeschüttet wird, sobald wir etwas Süßes im Mund schmecken 🍬, noch bevor die Nahrung überhaupt im Magen ankommt (Quelle).
Kein Wunder also, dass sich dieser kurze Kick wie eine faire Gegenleistung für einen harten Tag anfühlt, dein Kopf hat ja quasi sofort reagiert!
Und wie sieht es bei dir aus?
Vielleicht ist es gar nicht die Schokolade, sondern ein extra Glas Wein, wenn du endlich deine Tagesaufgaben erledigt hast, dich auf die Couch setzt und noch ein gutes Buch dazu liest! Sorry, aber das zählt genauso dazu. 🍷📖
Erinnerst du dich an meine Nutella-Szene vom Anfang? Genau da war es bei mir dasselbe Muster, nur eben nicht als Trost, sondern als Belohnung getarnt, dabei war es am Ende dasselbe Bedürfnis. 🤭
4.) 🫂Einsamkeitsessen:
Es gibt Abende, an denen du gar nicht wirklich einsam bist, sondern einfach nur auf deiner Couch sitzt und du liebst es eigentlich, allein zu wohnen.
Doch manchmal fühlt sich deine Wohnung trotzdem auf einmal sehr leer an. Und in solchen Momenten greifst du dann oft zu einem Snack, der dir das Gefühl gibt, dass es beruhigend ist oder dass er dich innerlich ausfüllt.
Einsamkeit zeigt sich aber nicht nur, wenn wir tatsächlich allein sind. Manchmal sitzt du mitten in einer vollen Runde, auf der Familienfeier deiner Schwester zum Beispiel, um dich herum wird gelacht und erzählt, und trotzdem fühlst du dich innerlich weit weg von allem. Auch dann greifen manche Frauen zum Essen, obwohl sie längst satt sind, einfach weil sich in diesem Moment niemand wirklich mit ihnen verbunden fühlt.
Eine Studie (Jaremka et al., 2015) hat das sogar im Körper nachweisen können:
Bei manchen Frauen, die sich einsam fühlten, war das Hungerhormon Ghrelin nachweislich erhöht (Quelle).
Das zeigt, wie sehr uns Einsamkeit tatsächlich hungriger machen kann, ganz gleich, ob wir gerade wirklich allein sind oder uns nur so fühlen. 🫂
5.) 🥱Langeweile-Essen:
Ich muss ehrlich zugeben, diesen Auslöser kenne ich persönlich gar nicht. Mein Mann René nennt mich liebevoll „Wiki“, weil mir eigentlich nie die Ideen ausgehen und ich Langeweile so gut wie nicht kenne.
Und doch habe ich es anders bei meinen Coachings erlebt. Denn bei vielen anderen Frauen sieht das nämlich ganz anders aus: der Fernsehabend, bei dem die Chipstüte am Ende leer ist, weil der Film nicht wirklich spannend war oder das gedankenverlorene Naschen beim Scrollen am Handy.. oder oder..
Ich könnte noch weitere Dinge auflisten, bei denen uns einfach mal langweilig sein kann.
Aber im Grunde ist es einfach weil der Kopf gerade unterfordert ist und sich selbst Beschäftigung über den Mund sucht. 🍟📱Crazy, oder?
In einer aktuellen Studie aus diesem Jahr bekamen Teilnehmerinnen entweder ein langweiliges, ein trauriges oder ein neutrales Video zu sehen, während vor ihnen eine Schale Chips stand.
Das Ergebnis wird uns hier jetzt nicht sonderlich überraschen: Denn wer sich langweilte, griff deutlich häufiger zu als die traurige oder die neutrale Gruppe (Quelle).
Langeweile allein reicht also schon aus, um uns zum Essen zu bringen, ganz ohne Stress, Frust oder Kummer im Spiel. Verrückt, oder? 🤯
Am Ende dieses Abschnittes hast du dich vielleicht in dem einen oder anderen Auslöser für emotionales Essen wiedererkannt und genau das ist völlig in Ordnung! Denn wir alle sind Menschen und können nicht wie Computer reagieren und es einfach mal abschalten, was wir lange uns antrainiert haben, oder sogar seit Kindheitstagen gelernt haben!
Manchen von meinen Lesern wird es eventuell noch gar nicht wirklich bewusst sein, dass sie emotional überhaupt essen! Um das grundsätzlich herauszufinden, werde ich demnächst noch ein kleines Bewusstseins-Quiz entwickeln (nicht zu verwechseln mit meinem “🔍EssKompass”, dazu gleich mehr) und es auch hier in den Artikel mit verlinken!
Und wenn du solange nicht warten möchtest, dann empfehle ich dir bis dahin folgendes:
💡 Mein Experten-Tipp für dich:
Wenn du das nächste Mal zu einem Snack greifen möchtest, halt kurz inne und frage dich, welcher Auslöser das gerade sein könnte!
Nimm es richtig wahr und dann benenne es auch innerlich leiese oder laut für dich!!
„Das ist jetzt Frust“ oder „Das ist jetzt Langeweile.“
Ja ja.. ich weiß, das klingt erst mal!
Aber genau dieses kurze Benennen holt dich für einen Moment aus dem Autopilot raus, und oft reicht genau dieser eine Moment schon, um bewusst zu entscheiden, ob du wirklich noch zu diesem Snack oder zum 3. Wein zugreifen möchtest.
📌 Die 5 Auslöser im Überblick:
🤯 Stress → Cortisol treibt den Appetit auf Süßes und Fettiges
😤 Frust → Ärger wird „runtergeschluckt“
🎁 Belohnung → Dopamin-Kick als vermeintlich faire Gegenleistung
🫂 Einsamkeit → messbar erhöhtes Hungerhormon Ghrelin, egal ob allein oder in Gesellschaft
🥱 Langeweile → der Mund sucht Beschäftigung, wenn der Kopf unterfordert ist
4️⃣ Warum reicht Willenskraft dabei nicht aus? 💪
Morgens die Entscheidung, was du anziehst.. welche Mail du als Erstes beantwortest.. ob dein Kind heute wirklich die rote oder doch die blaue Jacke braucht (das war bei uns täglich ein kleines Drama 😅)..
Mittags dann noch die Frage, ob du dem Kollegen widersprichst oder es einfach auf sich beruhen lässt..
Und abends, wenn eigentlich alles geschafft sein sollte, meldet sich dann plötzlich dieser Heißhunger, und du stehst wieder vor dem Kühlschrank und würdest am liebsten hier anfangen und dich durchfuttern und am Schnucki-Schrank wie die Raupe Nimmersatt enden!
Ähm…Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Also meinem jüngeren Ich kommt das auf jeden Fall bekannt vor!
Und der Knaller daran ist, dass es wirklich daran liegt, dass unsere Willenskraft eine ganz reale, aber eben auch begrenzte Ressource ist, die sich über den Tag Stück für Stück entlädt, ganz wie ein Akku, der morgens auf 100 Prozent startet und irgendwann einfach leer ist.
Der Psychologe Roy Baumeister hat das schon vor Jahren in einem inzwischen berühmten Experiment gezeigt (Quelle):
In diesem Experiment musste eine Gruppe von Probanden dem Duft frisch gebackener Kekse widerstehen und durfte stattdessen nur Radieschen essen.. Autsch! Unvorstellbar 🤭🙈
Eine andere Gruppe durfte einfach genüsslich die Kekse essen.
Und danach sollten beide Gruppen ein eigentlich unlösbares Puzzle bearbeiten, und das Ergebnis war eindeutig: Die Radieschen-Gruppe gab deutlich schneller auf als die Keks-Gruppe. Nicht wegen der Radieschen selbst, sondern weil sie die ganze Zeit gegen den Keks-Duft ankämpfen und sich zusammenreißen musste, während die andere Gruppe einfach schnabulieren durfte. Genau dieses Ankämpfen gegen die Versuchung hatte schon ihre gesamte Willenskraft aufgebraucht, sodass für das Puzzle danach einfach nichts mehr übrig war!
🥕 Verrückt, oder?
Genau das passiert dir jeden einzigen Tag, nur meistens völlig unbemerkt, denn jede der kleinen Entscheidungen am Tag zehrt an derselben Ressource.
Am Abend ist dieser Akku bei vielen berufstätigen Frauen dann einfach leer.. und genau dann steht die Schokolade schon bereit, wie bestellt!
Das hat also nichts mit fehlender Stärke zu tun, sondern mit einem ganz normalen, menschlichen Mechanismus, den wirklich jede von uns kennt.
Was das ganz konkret mit deiner ToDo-Liste zu tun hat und warum unstrukturierte Tage diesen Effekt noch zusätzlich verstärken, zeige ich dir ausführlich in meinem Artikel ToDo-Liste und Planung: 5 wichtige Unterschiede.
💡 Mein Experten-Tipp für dich:
Verlege wichtige Entscheidungen, bei denen du Selbstkontrolle brauchst (zum Beispiel das gesunde Abendessen vorzubereiten), möglichst in die erste Tageshälfte, wenn dein Akku noch richtig voll ist.
Und wenn Willenskraft allein also nicht die Lösung gegen emotionales Essen ist, was denn dann? Hier kommt jetzt meine Strategie als Planungs-Mentorin ins Spiel. ⚓
📌 Kurz zusammengefasst:
🪫Willenskraft ist wie ein Akku, der über den Tag leerer wird!
Jede kleine Entscheidung zehrt daran, nicht nur der Verzicht aufs Süße. Am Abend ist bei vielen Frauen einfach nichts mehr übrig, deshalb wirkt Schokolade dann so verlockend.
Also.. das Ziel ist nicht, abends noch mehr Willenskraft aufzubringen, sondern deinen Tag von vornherein so zu planen, dass erst gar nicht so viel davon draufgeht!
5️⃣ Was hat Planung damit zu tun, dass ich weniger emotional esse? ⚓
Wir schauen uns einfach mal eine kleine Szene aus dem Leben einer ganz normalen Frau an: Elternabend am Donnerstag.. der Kühlschrank gähnend leer.. dein Kind braucht noch ein Geschenk für die Kindergartenfreundin.. und war da nicht auch noch diese eine Rechnung? 😵💫
Mittendrin stehst du, mit dem Gefühl, dass wenn du jetzt nicht dran denkst, niemand sonst es tut. Wenn bei dir wirklich alle Fäden zusammenlaufen und du diejenige bist, die an alles zuerst denken muss, dann trägst du nicht nur deine eigenen Aufgaben mit dir herum, sondern gefühlt auch noch die von allen anderen gleich mit.🤯
Und genau an diesem Punkt hier setzt deine Planung an! Denn Planung stoppt emotionales Essen, weil sie exakt an der Stelle ansetzt, an der dein Akku entleert wird: bei der Anzahl der Entscheidungen und dem Dauerstress, den du dir täglich selbst aufbürdest!
Kennst du bereits mein Kompassrad? Falls nicht, dann erkläre ich es dir ganz kurz: Plane deinen Alltag, das sorgt für Struktur.. Struktur führt zu weniger Stress.. weniger Stress ermöglicht dir wieder, bewusster zu entscheiden.. und bewusstes Entscheiden führt am Ende ganz automatisch zu weniger emotionalem Essen!
Das ist wirklich kein Zufall, sondern ein direkter Zusammenhang, den ich in den Jahren meiner Selbstständigkeit und in vielen Coachings erfahren durfte!
Wenn du weißt, was heute wirklich für dich ansteht, wenn deine wichtigsten 3 Aufgaben feststehen und wenn du dir sogar Pufferzeiten für das Unvorhergesehene eingeplant hast, dann muss dein Kopf nicht mehr ständig hunderte offene Punkte gleichzeitig im Blick behalten.
Genau diese offenen Punkte sind es aber, die deine Willenskraft den ganzen Tag über anzapfen, ohne dass du es überhaupt merkst! Logisch also, oder? Weniger offene Entscheidungen bedeuten automatisch mehr übrige Willenskraft am Abend, und genau die brauchst du, um bewusst zu entscheiden, statt nur noch zu reagieren.
Wichtig ist mir dabei zu betonen: Planung bedeutet nicht, deinen Genuss zu verbieten oder dein Essen zu kontrollieren!
Es geht nicht darum, dir die Schokolade zu verbieten.
Sondern es geht darum, deinem Alltag so viel Struktur zu geben, dass Essen nicht mehr die einzige verfügbare Antwort auf Stress, Frust, Erschöpfung oder eine Heißhunger-Attacke sein muss!
Und falls du in den nächsten Tagen merkst, dass hinter deinem eigenen Muster auch bestimmte Glaubenssätze stecken, die dich immer wieder zurück in den alten Kreislauf ziehen, dann schau gerne auch in meinen Artikel zu Glaubenssätzen, die deine Planung sabotieren.“
Verstehen ist die eine Sache.. loslegen die andere! Und genau dafür zeige ich dir jetzt, wo du heute noch ganz konkret ansetzen kannst. 🚀
6️⃣ Dein erster Schritt raus aus dem Heißhunger-Kreislauf 🚀
Na, hast du dich gerade bei einem der 5 Auslöser wiedererkannt, vielleicht sogar bei mehreren.. und jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Ja gut, aber was mache ich jetzt eigentlich konkret damit?
Ähm.. berechtigte Frage! 😅
Und genau hier möchte ich ganz klar mit dir sein: Du musst jetzt nicht dein ganzes Leben umkrempeln, keine neue Diät starten und auch nicht ab morgen „einfach mehr Disziplin“ haben.
Das hat schließlich noch nie wirklich funktioniert, oder? 😉
Was du stattdessen brauchst, ist Klarheit darüber, warum dein Heißhunger überhaupt entsteht, und genau die bekommst du in nur wenigen Minuten mit meinem kostenlosen EssKompass-Quiz!
Das Tolle an dem Quiz: Du beantwortest ein paar Fragen zu deinem ganz normalen Alltag, und schon zeigt sich dir schwarz auf weiß, wo für dich der beste Hebel liegt, um zukünftig seltener emotional zu essen.
Kein Rätselraten mehr, kein „vielleicht liegt’s ja daran“.. „jetzt muss ich mich aber mal wirklich zusammenreißen“, sondern ein klares Aha, das dir zeigt, wo du bei dir selbst als Erstes ansetzen darfst. 🔍
Mach dir dieses Geschenk, es dauert wirklich nur ein paar Minuten. 💛
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Denn wie du jetzt weißt: Planung stoppt emotionales Essen, aber eben nur, wenn du auch weißt, an welcher Stelle deines Alltags du wirklich ansetzen darfst.
Und genau das findest du jetzt heraus. ⚓
📌 Warum der EssKompass dir hilft:
Der EssKompass zeigt dir, was in deinem Alltag schon passiert, bevor du überhaupt zum Essen greifst.
Denn emotionales Essen beginnt oft nicht am Kühlschrank, sondern viel früher: bei zu vielen offenen Aufgaben, fehlenden Pausen, innerem Druck oder diesem ständigen „Ich muss noch …“ im Kopf.
Mit dem EssKompass erkennst du klarer, welche Alltagssituationen dein Essverhalten beeinflussen und wo deine Planung dich wirklich entlasten kann.
So findest du den Punkt, an dem du früher ansetzen kannst, ohne dich weiter für dein Essverhalten zu verurteilen.
7️⃣ Fazit: Heißhunger ist selten Hunger ⚓
Bevor wir zum Ende kommen, möchte ich mich herzlich bei dir bedanken, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Artikel bis hierhin zu lesen! Das bedeutet mir wirklich viel, auch wenn ich es nicht wirklich sehe.🤭
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren schreibst, welcher der 5 Auslöser dir am meisten bekannt vorkommt.. vielleicht sind es bei dir sogar mehrere? 😉
Denn genau darum ging es hier heute: der Heißhunger ist fast nie ein reines Ernährungsproblem, sondern meistens ein emotionales Signal.. mal durch Stress ausgelöst, mal durch Frust, mal durch Belohnung, Einsamkeit oder Langeweile.
Und Willenskraft allein reicht dabei nicht aus, denn dein Akku entlädt sich über den Tag ganz automatisch, egal, wie sehr du dich zusammenreißt.
Genau deshalb ist eine für seinen Alltag passende Planung der eigentliche Hebel: Sie schont deinen Akku, statt ihn zu leeren, und genau das steckt hinter „Planung stoppt emotionales Essen“!
Ich freue mich, wenn du auch beim nächsten Blogartikel wieder mit an Bord bist, und wünsche dir bis dahin eine strukturierte und ruhige Zeit! ⚓
Plan dich frei! ⚓
🧭 Weil Planung der Anfang von allem ist! 🎯
Deine Andrea 🙋🏼♀️🚀
von „Dein Alltagskompass“ 🧭
P.S.: Kennst du jemanden, dem dieser Artikel helfen könnte? Dann leite ihn gerne weiter.. manchmal braucht es nur einen passenden Text, der das ausspricht, was man selbst schon lange gefühlt hat. 💛
💡Häufig gestellte Fragen & ihre Antworten
Was ist der Unterschied zwischen körperlichem und emotionalem Hunger?
Körperlicher Hunger baut sich langsam auf und lässt sich mit fast jedem Lebensmittel stillen, auch mit einem Apfel oder einem Ei. Emotionaler Hunger kommt dagegen plötzlich, verlangt nach einem ganz bestimmten Lebensmittel und lässt sich kaum ignorieren. Wenn dich nur genau eine Süßigkeit zufriedenstellen kann, ist das ein starkes Zeichen für emotionalen Hunger.
Warum bekomme ich meistens abends Heißhunger, obwohl ich eigentlich satt bin?
Meistens liegt das daran, dass dein Willenskraft-Akku über den Tag leer wurde und dein Kopf noch viele offene Punkte mit sich herum trägt. Der Körper sucht dann nach einer schnellen Entlastung, und Essen liefert genau die! Eine bessere Tagesstruktur mit festen Pufferzeiten kann diesem abendlichen Muster spürbar entgegenwirken.
Ist emotionales Essen ein Zeichen von fehlender Disziplin?
Nein, ganz und gar nicht! Emotionales Essen ist ein erlerntes Muster, das meistens schon in der Kindheit angelegt wurde, und ein ganz normaler psychologischer Mechanismus. Es hat nichts mit deinem Charakter zu tun. Der erste Schritt ist nicht mehr Disziplin, sondern zu verstehen, welcher der 5 Auslöser gerade bei dir aktiv ist.
Wie erkenne ich, ob ich emotional esse?
Achte darauf, ob der Griff zum Essen plötzlich kommt, ob es genau ein bestimmtes Lebensmittel sein muss und ob du danach eher ein schlechtes Gewissen als wirkliche Zufriedenheit spürst. Auch wenn du isst, obwohl du eigentlich schon satt bist, ist das ein deutliches Zeichen für emotionales Essen statt körperlichen Hungers.
⚓ Über Andrea & „Dein Alltagskompass“ 🧭
Ich bin Andrea! Deine Zeit- & Alltagsmentorin 🧭 und helfe berufstätigen Frauen, die trotz Spagat zwischen Job, Familie und „Ich-Sein“ oft das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren.
Mit alltagstauglicher Planung & Struktur zeige ich dir, wie du alle deine wichtigen Aufgaben erledigst und damit auch wieder Zeit für dich findest. Und dabei sogar noch dein emotionales Essen unter Kontrolle bekommst! 💛
Mein Ziel: Dir in der Rushhour deines Lebens zur Seite stehen, dich aus dem Hamsterrad zu begleiten und dir dabei helfen, nicht nur zu funktionieren, sondern wieder wirklich zu leben. 🌸
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